Lucas Cejpek
Der Schriftsteller, Theater- und Hörspielregisseur Lucas Cejpek hat in zwei Originaltext-Büchern poetologische und biographische Selbstgespräche von Paul Wühr aufgezeichnet: Wenn man mich so reden hört (1993) und Was ich noch vergessen habe (Droschl 2002). Aus dieser Autobiographie im Gespräch hat Lucas Cejpek, der Paul Wühr beim steirischen herbst 1984 in Graz begegnet ist, im Auftrag des Literaturhauses Berlin eine einstündige Theaterfassung erarbeitet. Unter seiner Regie spielt Karl Hoess (Burgtheater, Theater in der Josefstadt) diese beeindruckende Rede des Dichters Paul Wühr. 1927 in München geboren, lebt Paul Wühr seit 1986 in Passignano am Trasimenischen See. Für seine Originaltonhörspiele, Gedichte und Großgedichte (Gegenmünchen, 1970; Das falsche Buch, 1983) wurde er unter anderem mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden (1971), dem Petrarca-Preis (1990) und dem Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1997) ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte Paul Wühr zwei umfangreiche Gedichtbände (Salve Res Publica Poetica,1997; Venus im Pudel, Hanser 2000), seine Wiener Vorlesungen zur Literatur mit Bildern des Kölner Malers Jürgen Wolf: Das Lachen eines Falschen (Kieser 2002), sowie einen Band mit Widmungsgedichten: an und für (Hanser 2004).